Lofty Witziges zu Perücken – einst und jetzt

Witziges zu Perücken – einst und jetzt

Im 18. Jahrhundert waren monströs riesige Perücken in Mode. | Foto: © pixabay.com/MichaelGaida

Perücken sind wieder voll im Trend. Und immer schon wurde mit Perücken Haarausfall kaschiert. Prominentes Beispiel: Andre Agassi, der frühere Tennisstar und Ehemann von Steffi Graf.

Dass inzwischen wieder viele moderne, modebewusste und damit auch junge Frauen gern Perücken tragen, hat einen guten Grund: Es macht einfach Spaß, schnell und einfach das Aussehen zu unterstreichen oder zu verändern. Früher war es anders: Zunächst trugen vor allem Männer Perücken, oft als Zeichen der Macht. Und um stigmatisierenden, krankheitsbedingten Haarausfall etwa durch Syphilis zu verdecken. Oder um in den kalten Räumen im Winter den Kopf zu wärmen. Doch dann entdeckten auch Frauen Perücken für sich.

Schönes Haar war schon immer wichtig

Das Haar ist nicht nur in unserer Kultur und Zeit wichtig als Zeichen von Gesundheit, Schönheit, Kraft und Wohlhabenheit. Auch früher widmeten Menschen ihren Haaren viel Aufmerksamkeit. Bekannt ist, dass bereits um 1350 vor unserer Zeitrechnung Menschen in Ägypten ihr Haar färbten, verlängerten und stylten. Das haben Forscher bei Ausgrabungen in Amarna, der ehemaligen Residenzstadt des bekannten Pharao Echnaton, herausgefunden.

Die Forscher entdeckten Mumien von ganz gewöhnlichen Menschen, die ihre grauen Haare orange-rot gefärbt hatten. Vermutlich hatten sie dazu Henna benutzt. Die Archäologen fanden auch Mumien mit komplexen Haarverlängerungen (Extensionen). Menschen jener Zeit legten glatte Haare in Locken oder flochten Zöpfe zu kunstvollen Frisuren. Selbst Kinder trugen schon solche Frisuren. Und die Menschen nutzten auch schon damals Styling-Produkte, vor allem Fett.

Und auch im antiken Griechenland sowie im Römischen Reich trugen Frauen, die sich das leisten konnten, kunstvolle Perücken und Haarteile.

Perückenmoden im Wandel der Zeit

Kopf einer Statue mit almotidscher Perücke

Eine typische Männerperücke des 18. Jahrhunderts | Foto: © pixabay.com/Momentmal

Richtig in Mode kamen Perücken dann im Barock ab etwa 1575. Diese Epoche steht für Üppigkeit und Prachtentfaltung. Damals trugen Adlige die sogenannten Allongeperücken. Allonge ist französisch und heißt übersetzt Verlängerung oder Anhängsel. Diese umfangreichen Perücken hatten eine typische Frisur: Sie waren lockig oder wellig, hatten einen Mittelscheitel und reichten meist weit über die Schultern herab.

Als Trendsetter gilt der französische „Sonnenkönig“ Ludwig XIV (1638-1715), der damit sein zunehmend schütter werdendes Haar kaschierte. Nun griffen auch andere Adlige zu solchen Perücken. Als dann Ludwig XIV die Allongeperücke zur Staatsperücke erklärte, war in Europa der Siegeszug der Perücke nicht mehr aufzuhalten.

 

Glaskopf mit altmodischer kurzer Männerperücke

Kurze Perücke – z.B. für Reisende. | Foto: © pixabay.com/michael18

Allongeperücken bestanden aus Tierhaaren, vor allem Pferdehaar, oder aus Pflanzenfasern (Flachs, Hanf). Es gab sie in vielen Farben, von weiß über grau zu hell- und dunkelbraun. Zunächst bevorzugten Perückenträger dunklere Farben, später helle. Und es wurde gepudert – allerdings war das nur dem Adel erlaubt. Wer sich daran nicht hielt, musste eine Puder-Strafsteuer bezahlen. Wer viel unterwegs war, etwa auf Reisen, trug kurze Perücken.

Allongeperücken kennen wir auch heute noch, zum Beispiel aus Filmen oder Reportagen. Denn in Australien, Großbritannien und Nordirland tragen die Richter noch immer solche Perücken.

 

 

Frauen und Perücken

Besonders orthodoxe jüdische Frauen tragen ständig Perücken,  Schaitel oder Sheytl genannt. Denn nach religiösen Vorschriften müssen verheiratete, verwitwete oder geschiedene Frauen ihr eigenes Haar vollständig bedecken. Und sie greifen deshalb gerne zu einer Perücke statt zu einem Kopftuch.

In der Biedermeier-Epoche schufen Frauen mithilfe von Haarteilen und Perücken kunstvolle Frisuren.

Perücke Lotta von trendhair

Und dann entdeckten Frauen vor fast 60 Jahren die Perücke als Alltags- und Modegegenstand wieder. Perücken waren nicht mehr so teuer und leichter erhältlich.

Außerdem gab es nun Kunsthaare, die so hochwertig waren, dass sie kaum noch von Echthaar unterschieden werden konnten. Und solche Perücken waren pflegeleicht. So legten sich Frauen eine oder mehrere Perücken zu – um schnell schick und gepflegt auch dann auszusehen, wenn die Zeit für einen Friseurbesuch nicht reichte. Und: Auch Frauen mit Haarausfall aus Krankheitsgründen oder wegen einer Chemotherapie wollten und wollen das nicht als schicksalsgegeben hinnehmen, sondern möchten gerade auch dann schön und natürlich aussehen.

Schließlich griffen auch zunehmend Männer zu Haarteilen, um Haarverlust zu kaschieren. Zum Beispiel auch der berühmte James-Bond-Darsteller Sean Connery oder der bekannte Schlagersänger Rex Gildo. Und viele Jahre lang wussten das nur Eingeweihte.

 

 

Falsche Perücken-Pflege: Der Fall Andre Agassi

Wer kennt nicht den Superstar des Tennis, Andre Agassi? Selbst, wer sich nicht für Tennis interessiert, kommt in den Medien kaum an dem Ehemann von Steffi Graf vorbei. Wussten Sie, dass Agassi schon als ganz junger Mann eine Halbglatze hatte? Ein typischer Fall von erblich bedingtem Haarausfall! Damit wollte sich der junge Tennisstar aber nicht abfinden – und trug eine Perücke. Diese Vokuhila-Frisur (vorne kurz, hinten lang) entsprach ganz der damaligen Mode. Agassi befestigte seine Zweitfrisur unter anderem mit einem trendigen Stirnband. Niemand sah – und fast niemand wusste – dass er eine Perücke trug.

Und dann kam der schicksalhafte Abend im Hotel vor dem Endspiel der French Open 1990 gegen Andrés Gómez. Agassi hatte offenbar seine Perücke mit einer falschen Pflegelotion behandelt  – und die Frisur fiel komplett in sich zusammen! Seine große Sorge war: Wie konnte er verbergen, dass er eine Halbglatze hatte? Er musste also unbedingt seine Perücke auch am nächsten Tag im Endspiel tragen. Agassi brauchte viele Haar- und Stecknadeln, um die ruinierte Frisur halbwegs zu richten. Aber er konnte  einfach nicht aufhören, dauernd an das Desaster zu denken, wie er in seiner Autobiografie „Open“ erzählt. Was, wenn er während des Endspiels mitten auf dem Tennisplatz die Perücke verlöre? Wie er selbst sagt, waren solche Gedanken Gift für seine Konzentration – und folgerichtig verlor er das Endspiel gegen Gómez in vier Sätzen! (Quelle: „Die Perücke“ von Luigi Amara; Berenberg Verlag)

Die Lehre daraus: Nicht nur bei den eigenen Haaren, auch bei Perücken ist es ganz wichtig, die richtigen Pflegeprodukte zu benutzen! Auch, wenn man kein Tennisstar ist! Deshalb hat die Familie Degenhardt exklusive Pflegelinien für ihre Kunsthaar-Perücken entwickelt.

Lofty Zweitfrisuren – Familientradition seit 45 Jahren

Da viele Menschen Perücken aus medizinischen oder kosmetischen Gründen brauchen oder aus modischen Gründen wollen, entwickelte  Friseurmeister Ulrich Degenhardt seinen Perücken-Fachversand und gründete 1973 die Firma Lofty Zweitfrisuren GmbH. Seit über 45 Jahren spürt die Familie Degenhardt zusammen mit dem Lofty Team ständig neue Frisurentrends auf und lässt Pflegeprodukte nach neuesten Erkenntnissen aus der Forschung entwickeln.

So entstanden auch die Marken Lofty, trendhair und Degenhardt Haarcollection. Lofty Perücken sind zeitlos-moderne Zweitfrisuren in toller Qualität zu günstigen Preisen. Perücken der Marke trendhair sind spritzige, grandiose Looks für selbstbewusste Powerfrauen. Und Perücken der Degenhardt Haarcollection sind Luxus pur: Liebevoll und aufwändig ganz von Hand geknüpfte Modelle  oder handgeknüpfte Details machen die Frisuren bestechend natürlich, komfortabel und leicht.

Alle Perücken sind aus weichen, federleichten Kunsthaaren hergestellt. Das Besondere: Alle Frisuren sind absolut pflegeleicht – durch den Memory-Effekt der Kunsthaare. So springen die Haarfasern auch nach dem Waschen von selbst wieder in ihre vorgegebene Frisurenform zurück. Das unterscheidet sie von Echthaar-Perücken.

Spaß garantiert – mit Perücken von Vorsicht Wild.de

Seit etlichen Jahren tragen auch ganz junge Frauen wieder gerne Perücken– frech und selbstbewusst im Alltag oder zu Events. Manchmal tragen sie Perücken, die wie eigenes Haar aussehen. Und immer öfter auch ganz bewusste Perücken, die sofort als solche zu erkennen sind. Einfach, weil es Spaß macht, ganz unkompliziert mit dem eigenen Aussehen zu spielen.

Auch auf diesen Trend hat Lofty die passende und spritzige Antwort: Vorsicht Wild.de ist die Marke für Menschen, die Spaß, Events und Partys lieben und sich auch einfach mal unkonventionell schick machen möchten, wenn sie abends ausgehen.

Und damit es auch gut mit der Perückenpflege klappt, gibt es für Lofty Perücken und für die Vorsicht Wild.de-Kreationen die Lofty Pflegelinie, für Perücken von trendhair und aus der Degenhardt Haarcollection die Degenhardt Pflegelinie.